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Ein geschichtlicher Überblick

Der mündlichen Tradierung nach hatte bereits der Sachsenherzog Widukind im 8.Jahrhundert Besitz in Bettinghausen. Auf der Flucht vor Karl dem Großen soll er sich einige Zeit in Bettinghausen auf dem „Hohen Haus", einer ehemaligen germanischen Wallburg, aufgehalten haben.

Nach der um 1400 verfaßten Chronik des Klosters Rastede bei Oldenburg schenkte Kaiser Heinrich IV im Jahre 1059 Bettinghausen dem oldenburgischen Grafen Huno, der damit das Kloster Rastede ausstattete. Wie zahlreiche Urkunden belegen, hatte gegen Ende des 13.Jh. ein ehemaliger Abt dieses Klosters seinen Wohnsitz in Bettinghausen.

In der ersten durch Urkunden belegten Erwähnung Bettinghausens im Jahre 1123 bestätigt Papst Calixt II den Besitz des Klosters Rastede und führt u.a. Bettinghausen an.

Im Jahre 1303 verkaufte das Kloster Rastede ihren Bettinghauser Besitz an das Kloster Liesborn, welches bis zum Anfang des 19.Jh. die Lehnshoheit über Bettinghausen innehatte. Bereits im 13. Jh. wird das in Bettinghausen ansässige adelige Rittergeschlecht Von Bettinghausen erwähnt, welches die Gerichtshoheit über den dortigen Freistuhl ausübte. Danach gelangte Bettinghausen an das Geschlecht Von Berninghausen.

Im Jahre 1628 heiratete Albertine von Berninghausen den aus Frankreich stammenden Caspar de Tassigny, welcher die Adelslinie in Bettinghausen fortführte.

Zu Beginn des 19. Jh. gelangte der Rittersitz Bettinghausen an die Familie Von Kleinsorgen, welche ihn im Jahre 1935 verkaufte. Ebenfalls in Bettinghausen begütert war der aus Holland stammende Adrian van der Düssen. Er hatte während des 30 jährigen Krieges in Bettinghausen großen Grundbesitz erworben. Aufgrund seiner Beteiligung an einem Mordkomplott gegen den Prinzen Moritz von Oranien mußte Adrian von der Düssen aus Holland fliehen und baute in dem bei Bettinghausen liegenden Ort Ostinghausen um 1650 die Burg „Haus Düsse". Heute dient „Haus Düsse" als staatliches landwirtschaftliches Lehr- und Versuchsgut.

Im Oktober 1758, während des 7- jährigen Krieges, kam es in der unmittelbaren Umgebung Bettinghausens zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen den Alliierten unter Prinz Ferdinand von Braunschweig und französischen Truppen. Dieses Gefecht ging unter der Bezeichnung „action bey Soest" in die Geschichte ein.

Seit 1817 gehört Bettinghausen zum Kreis Soest, vorher hat es nie zur Soester Börde gehört. Während nämlich das Soester Gebiet infolge der Reformation protestantisch wurde, blieb Bettinghausen als Teil des Herzogtums Westfalen katholisch.

Während des 2. Weltkrieges wurde die nahe bei Bettinghausen vorbeiführende Bahnlinie häufig bombardiert. Nach dem Krieg stand Bettinghausen eine zeitlang unter britischer Militärverwaltung.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung im Jahre 1969 wurde Bettinghausen Teil der Gemeinde Bad Sassendorf.

Seit ca. 30 Jahren wird in Bettinghausen Moor abgebaut, welches im Kurort Bad Sassendorf in der Kurtherapie verwendet wird. Während Bettinghausen über mehrere Jahrhunderte durch landwirtschaftliche Strukturen geprägt war, so sind heute nur noch wenige landwirtschaftliche Betriebe vorhanden. Zahlreiche Bettinghauser Familien betreiben heute aufgrund der Nähe zum Kurort Bad Sassendorf Pensionen oder stellen den Kurgästen und Besuchern Fremdenzimmer zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

 

Geschichte und Geschichten

Die Bettinghauser Chronik "Geschichte und Geschichten" wurde erneut aufgelegt und ist somit wieder erhältlich. Das Buch kann direkt beim Verfasser, Herrn Ulrich Dalhoff, zum Preis von 25 € zuzüglich 3 € Versand bestellt werden:
UlrichDalhoff@t-online.de

 

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Inhalt: Ulrich Dalhoff , Gisbert Plaßmann
Design und Programmierung: Werner Marek
Übersetzung französisch: Anita Perez-Mertens